Nach vielen Jahren des Schreibens, der Geschichten und Begegnungen ist für mich die Zeit gekommen, ein neues Kapitel aufzuschlagen.
Meine Werke bleiben – doch ihre Reise geht weiter.
Ich freue mich sehr, dass meine Tochter die kreative Arbeit übernimmt und die Geschichten in ihrem eigenen Stil weiterentwickeln wird. Sie bringt neue Perspektiven, neue Ideen und eine eigene Stimme mit – und doch bleibt der Kern dessen erhalten, was meine Arbeit immer geprägt hat.
Diese Übergabe ist kein Ende, sondern eine Weiterführung.
Eine Brücke zwischen Generationen.
Ich danke allen Leserinnen und Lesern von Herzen für ihre Treue und Unterstützung über all die Jahre.
Die Reise geht weiter – nur in neuen Händen.
Mit Dankbarkeit,
Christos Coulouris
After many years of writing, storytelling, and shared journeys, the time has come for me to begin a new chapter.
My works remain – but their journey continues.
I am very happy that my daughter will take over the creative path and carry these stories forward in her own unique style. She brings fresh perspectives, new ideas, and her own voice – while preserving the spirit that has always defined my work.
This transition is not an ending, but a continuation.
A bridge between generations.
I sincerely thank all my readers for their support and loyalty throughout the years.
The journey continues – now in new hands.
With gratitude,
Christos Coulouris
Après de nombreuses années d’écriture, d’histoires et de rencontres, le moment est venu pour moi d’ouvrir un nouveau chapitre.
Mes œuvres restent – mais leur voyage continue.
Je suis très heureux que ma fille reprenne ce chemin créatif et poursuive ces histoires avec son propre style. Elle apporte de nouvelles perspectives, des idées fraîches et une voix unique, tout en préservant l’essence de ce qui a toujours défini mon travail.
Cette transition n’est pas une fin, mais une continuité.
Un pont entre les générations.
Je remercie sincèrement tous mes lecteurs pour leur fidélité et leur soutien au fil des années.
Le voyage continue – entre de nouvelles mains.
Avec gratitude,
Christos Coulouris
Μετά από πολλά χρόνια γραφής, ιστοριών και δημιουργίας, έφτασε η στιγμή να ανοίξει για μένα ένα νέο κεφάλαιο.
Τα έργα μου παραμένουν – αλλά το ταξίδι τους συνεχίζεται.
Με μεγάλη χαρά αναλαμβάνει πλέον η κόρη μου τη δημιουργική πορεία και θα συνεχίσει τις ιστορίες με το δικό της ύφος. Φέρνει νέες ιδέες, μια φρέσκια ματιά και τη δική της φωνή, διατηρώντας παράλληλα την ουσία που χαρακτήριζε πάντα το έργο μου.
Αυτή η μετάβαση δεν είναι ένα τέλος, αλλά μια συνέχεια.
Μια γέφυρα ανάμεσα στις γενιές.
Ευχαριστώ από καρδιάς όλους τους αναγνώστες για τη στήριξη και την αγάπη τους όλα αυτά τα χρόνια.
Το ταξίδι συνεχίζεται – σε νέα χέρια.
Με ευγνωμοσύνη,
Χρήστος Κουλουρής
Widmung
(Website-Intro):
Ich widme diese Geschichte
allen, die am Gleis stehen und dem Wort Verspätung
mittlerweile duzen: Pendlern, Reisenden, Träumern – und allen,
die den Metronom schon mindestens dreimal verflucht und ihm
beim vierten Mal trotzdem wieder verziehen haben.
So etwas passiert, wenn ein
Schreiber wie ich nicht schimpft, sondern anfängt zu
fabulierten:
Man wartet auf die Bahn –
und plötzlich fährt ein Zug ein, der vielleicht nie hätte
kommen sollen.
Einsteigen auf
eigene Gefahr. Die Frau in Schwarz hat bereits Platz
genommen.
Hinweis (kleiner
Spaß-Teaser):
Sollte jemand nach der
Lektüre tatsächlich pünktlich in Buchholz ankommen, bitte
Nachricht an den Autor – das wäre die eigentliche Sensation des
Abends.
Der Geisterzug von Blankenese – Die Frau in Schwarz
(Eine norddeutsche Nachtvision)
Der Wind kam vom Wasser.
Schwer und salzig trug er das Wispern der Elbe, als flüstere
das Meer den Lebenden zu.
Die Straßen von Blankenese
flimmerten im Nebel.
Es war der Abend des
Geisterzugs – jener unheiligen Prozession, in der sich die
Bewohner als Hexen, Dämonen und Schatten ihrer selbst
verkleideten, um Spott und Wahrheit zugleich zu
tanzen.
Ein Karneval, sagten sie.
Doch wer genau hinsah, erkannte: Es war ein Ritus. Eine alte
Bitte an die Nacht, das Vergessene zu bewahren.
Ich stand am Bahnhof, allein
unter Masken.
Die Trommeln verklangen, der
Rauch verwehte, und über mir hing der Himmel tief und
bleiern.
Ein Zug sollte noch kommen –
der Metronom nach Buchholz.
Er verspätete sich, wie
immer.
Und doch, als er endlich
erschien, schien er aus einer anderen Zeit zu stammen: mattes
Licht, kein Laut, kein Wind – als käme er aus dem Innern der
Dunkelheit selbst.
Ich stieg ein.
Die Türen schlossen sich mit
einem metallenen Seufzer, und der Zug setzte sich in Bewegung –
leise, zu leise.
Bald verschwand die Stadt
hinter grauen Schleiern, und das Rattern der Räder verwandelte
sich in ein fernes Pochen, wie ein Herz, das aussetzt und
wiederkehrt.
Da sprach eine Stimme aus
dem Lautsprecher, kaum hörbar, fast zärtlich:
„Endstation: Nirgendwo.
Bitte bleiben Sie sitzen.“
Ich hob den
Blick.
Mir gegenüber saß eine Frau
– in Schwarz.
Ihr Gesicht war schmal, die
Haut fast durchsichtig, die Augen dunkel und reglos wie Wasser
bei Nacht.
Sie lächelte, als hätte sie
mich erwartet.
„Sind Sie auch aus
Blankenese?“ fragte ich, ohne zu wissen warum.
„Nein,“ sagte sie. „Ich bin
immer dort, wo man wartet.“
Ein Zittern ging durch den
Wagen.
Die Fenster spiegelten nicht
mehr das Innere, sondern Schatten, die sich bewegten,
Gesichter, die zu atmen schienen.
Manche blickten mir
ähnlich.
Andere flüsterten meinen
Namen.
„Sie wissen, wer ich bin,“ sagte sie. „Sie haben mich schon oft gesehen – in der Minute, bevor der Zug einfährt, im Augenblick, da Sie glauben, es sei noch Zeit.“
Ich wollte antworten, doch
kein Laut kam über meine Lippen.
Der Zug beschleunigte, und
draußen verging die Welt – keine Lichter, keine Landschaft, nur
Schwärze, die an den Scheiben entlangglitt wie Wasser an einem
Grabstein.
„Wohin fahren
wir?“
„Dorthin, wo alle Fahrpläne
enden,“ antwortete sie leise. „Nach Buchholz, wenn Sie so
wollen.“
Dann lachte sie – ein Laut
so kühl, dass mir die Finger gefroren.
Ich sah hinaus, und
plötzlich erkannte ich die Reisenden:
Sie waren keine
Menschen.
Es waren Spiegel, die das
zeigten, was man zurückgelassen hatte – Schuld, Verlangen, das
eigene Gesicht in tausend Splittern.
Die Frau beugte sich
vor.
„Ich bin nur ein Schatten“,
flüsterte sie. „Aber Sie, Sie sind es, der fährt.“
Dann erlosch das Licht.
Als ich erwachte, lag ich
auf einer Bank im Bahnhof von Buchholz.
Es war Tag, die Sonne stand
blass über den Gleisen.
Neben mir ein Zug, leer,
still, modern, unschuldig.
Niemand glaubte meine
Geschichte.
Niemand außer einer alten
Frau, die mir ein vergilbtes Foto zeigte:
Ein Bild vom Geisterzug,
viele Jahre alt.
Zwischen den Masken – ich
selbst, und neben mir eine Frau in Schwarz, mit demselben
Lächeln wie in jener Nacht.
Seitdem, wenn der Wind vom
Hafen her weht, höre ich in der Ferne das leise Quietschen von
Schienen, das Rattern von Rädern, die kein Ziel mehr
kennen.
Und dann weiß
ich:
Der Geisterzug von
Blankenese fährt wieder.
Immer zu spät –
und doch für manche genau
zur rechten Zeit.
📖✨ Neuerscheinung ✨📖

Deutsch:
In diesen Zeichnungen
schläft die Stadt – und atmet zugleich.
Zwischen Nebel, Stein und
dem fahlen Schein der Elbe erwachen Gestalten,
die längst vergessen
schienen.
Sie sind keine Bilder,
sondern Echos –
fragile Schatten aus einer
Welt,
in der das Licht selbst
Magie trägt.
Jeder Strich erzählt vom
Wind über dem Wasser,
vom Rufen derer, die einst
dort standen,
und vom Zittern der Zeit
zwischen Traum und Erwachen.
Lehnen Sie sich
zurück,
sehen Sie genauer hin
–
vielleicht begegnen Ihnen
jene,
die unter der Elbe noch
immer flüstern.
In these drawings, the city
sleeps – and breathes at once.
Between mist, stone, and the
pale shimmer of the Elbe,
figures awaken that were
thought long gone.
They are not images, but
echoes –
fragile shadows from a
world
where even light carries
magic.
Each stroke speaks of wind
over water,
of voices that once lingered
there,
and of time trembling
between dream and awakening.
Sit back,
look closer –
perhaps you’ll glimpse
those
who still whisper beneath
the Elbe.





🧭 Magischer Ort des Monats – April 2026: Magischer Kerkstieg in der Lüneburger Heide
📌 Wusstest du schon?
Manche Orte flüstern
Geschichten.
Andere… lassen dich selbst
Teil davon werden.
Der Kerkstieg zwischen Wesel (bei Undeloh) und Hanstedt ist genau so ein Ort. Ein alter Pfad, verborgen in der Weite der Lüneburger Heide – und doch voller Leben, Erinnerung und leiser Magie.
Seit dem Jahr
1433 wanderten die Menschen diesen schmalen
Pfad entlang – Schritt für Schritt, Sonntag für Sonntag, auf
dem Weg zur Kirche in Hanstedt.
Ein einfacher Weg… und doch
voller Bedeutung.
Der Name „Kerkstieg“ –
Kirchsteig – klingt heute fast
unscheinbar.
Doch wenn du ihn gehst,
spürst du:
Hier ist mehr als nur ein
Wanderweg.
Fast ein Jahrhundert lang
geriet dieser Pfad in Vergessenheit…
Bis er wiederentdeckt wurde
– wie ein verborgenes Kapitel, das nur darauf wartete, erneut
gelesen zu werden.
Heute führen dich 19
Findlinge durch diese Landschaft.
Still, kraftvoll, beinahe
wie Wächter einer alten Zeit.
Einer von ihnen – rau,
verwittert, mit kaum lesbaren Zeichen – hat mich besonders
berührt.
Ich stand davor… und hatte
das Gefühl, als würde er etwas erzählen.
Nicht laut.
Aber deutlich genug, um
zuzuhören.
Der Kerkstieg ist kein Ort für Eile.
Er ist ein Ort für:
In der Nähe liegt der
sagenumwobene Hexentanzplatz am Faßenberg
–
und plötzlich wirkt alles
ein wenig… anders.
Als würde die Zeit langsamer
fließen.
Als könnten Geschichten
entstehen, einfach weil du dort bist.
Genau hier – auf diesem Weg,
zwischen Heide, Wasser und diesen alten Steinen –
habe ich meine Inspiration
gefunden.
Die ersten Gedanken zu
meinem Buch „Küstengeschichten“ sind nicht am
Schreibtisch entstanden…
sondern genau hier
draußen.
Zwischen Wind, Stille und
diesem Gefühl,
dass es mehr gibt als das,
was wir sehen.
Der Kerkstieg ist kein
spektakulärer Ort im klassischen Sinne.
Er ist etwas viel
Wertvolleres:
Ein Ort, der dich
entschleunigt
Ein Ort, der dich
fühlen lässt
Ein Ort, der dich
inspiriert
Vielleicht gehst du ihn
einfach nur spazieren…
Oder vielleicht nimmst du –
genau wie ich – eine Geschichte mit nach Hause.

📚 Basierend auf dem Roman „Das Geheimnis des Antiquars“ von Christos Coulouris.



