
Manche Bilder entstehen
nicht im Atelier,
sondern unterwegs.
Diese Galerie versammelt Arbeiten, die ihren Ursprung in Spaziergängen, Wanderungen und stillen Wegen haben – im Hamburger Hafen, in der Lüneburger Landschaft, an Orten, die auf den ersten Blick vertraut wirken und sich doch erst beim zweiten Hinsehen öffnen.
Die Fotografien entstehen
dort, wo Gedanken langsamer werden:
mit einem Block in der Hand,
einem Stift, der wartet, und dem Blick für das, was leicht
übersehen wird. Aus diesen Momenten entwickeln sich Bilder, die
nicht dokumentieren, sondern verwandeln.
Durch digitale Bearbeitung, Collage und malerische Überlagerung entstehen Acrylbilder, die sich von ihrem ursprünglichen Ort lösen. Das Sichtbare wird verdichtet, verschoben, neu erzählt. Farbe, Struktur und Rhythmus treten an die Stelle des reinen Abbilds.
Was bleibt, ist eine
eigenständige künstlerische Sprache:
zwischen Landschaft und
Erinnerung, zwischen Realität und innerem Bild.
Vertraute Regionen
erscheinen in einem anderen Licht – ruhiger, offener, manchmal
fremd, manchmal überraschend nah.
Diese Arbeiten laden nicht
zur Deutung ein, sondern zum Verweilen.
Sie möchten keinen Ort
erklären, sondern einen Zustand teilen:
das Innehalten, das
Wiedererkennen, das leise Entstehen neuer Geschichten.
Die Acrylgalerie versteht sich als visueller Gegenraum zu den Texten – und zugleich als ihr Ursprung.

























Nicht jedes Bild will erklärt werden.
Nicht jede Geschichte beginnt mit Worten.
Viele meiner Texte entstehen dort, wo Bilder bereits existieren
–
in Landschaften, Farben, Strukturen und Stimmungen.
Manchmal ist es ein Ort, manchmal nur ein Licht, das kurz
verweilt.
Aus diesem Sehen entwickelt sich Sprache.
Die Arbeiten in der Acrylgalerie stehen daher nicht neben den
Büchern,
sondern leicht versetzt – wie ein Nebenraum.
Sie sind kein Kommentar zur Literatur und keine Illustration
der Texte.
Sie teilen lediglich denselben Ursprung: Aufmerksamkeit,
Langsamkeit, Erinnerung.
Ein Bild kann einen Gedanken öffnen,
ein Text ihn weitertragen.
Beide Formen bleiben eigenständig und berühren sich doch im
Stillen.
Wer meine Bücher liest, wird Motive wiedererkennen.
Wer die Bilder betrachtet, mag Spuren von Geschichten
ahnen.
Zwischen beidem liegt kein Übergang, sondern ein Atemzug.
Dieser Raum ist leise – und genau deshalb offen.


















